Sind Ihre Haare geschädigt, trocken und glanzvoll? Oder sind sie platt und fetten schnell nach? Wenn Sie auch solche Probleme haben und nicht wissen, was Sie tun sollten, müssen Sie die Porosität Ihrer Haare bestimmen. Nur dann können Sie die richtigen Öle wählen und mit einer speziellen Kur beginnen. Fangen Sie schon jetzt an!

Wissen Sie, was die Porosität der Haare ist?

Die Porosität der Haare bezieht sich auf Haarschuppen. Sie können eng anliegen oder stark abstehen. Die Haarporosität beeinflusst auch Feuchtigkeitsspende, und das ist eng mit der allgemeinen Kondition der Frisur verbunden. Es gibt drei Arten der Haare: Haare mit geringer, normaler und hoher Porosität.

HAARE MIT GERINGER POROSITÄT

Sie sind allgemein als gesunde Haare bezeichnet; sie sehen sehr schön aus. Die Haarschuppen solcher Haare liegen eng an, sind geschlossen und dicht. Aus diesem Grund sind Pflege und Haarstyling leider nicht einfach. Durch die dichte Schuppenschicht können nährende Substanzen, Wasser und Farbstoffe nicht einziehen. Andererseits sind die Haare mit geringer Porosität gegen Beschädigungen resistent. Sie sind glatt und glanzvoll, unabhängig von den Wetterbedingungen.

HAARE MIT HOHER POROSITÄT

Sie sind ernst geschädigt, trocken und glanzlos. Die Haarschuppen sind geöffnet und stehen stark ab. Das bewirkt, dass die Strähnen schnell trocknen und Wasser aufsaugen, und nährende Substanzen und Verschmutzungen problemlos ins Innere der Haare einziehen. Sie lassen sich leicht stylen und färben. Das Haarstyling mit Geräten, die die hohe Temperatur erzeugen, verschlechtert noch mehr die Haarkondition.

HAARE MIT NORMALER POROSITÄT

Sie besitzen die Eigenschaften der Haare mit geringer und hoher Porosität. Am Ansatz sind die Haare meistens glatt und glanzvoll, und die Haarspitzen sind trocken und glanzlos. Die Haare mit normaler Porosität sind leicht infolge der häufigen Haarfärbung oder des Haarstylings zu schädigen. Ihre Porosität lässt sich jedoch reduzieren – solche Haare können auch schön und gesund sein. Die Haare mit normaler Porosität lassen sich stylen, absorbieren sehr gut die nährenden Substanzen und sind leicht zu pflegen.

Wie sollten Sie für Haare sorgen?

Wenn Sie Ihren Haaren ein schönes Aussehen verleihen wollen, wählen Sie die richtigen Öle. Es gibt gesättigte und einfach und mehrfach ungesättigte Öle. Für Haare mit geringer Porosität wählen Sie die gesättigten Fettsäuren. Die einfach ungesättigten Fettsäuren sind ideal für Pflege der Haare mit normaler Porosität, und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren werden für Pflege der Haare mit hoher Porosität empfohlen.

HAARE MIT GERINGER POROSITÄT

Auf die Pflege der Haare mit geringer Porosität müssen Sie keinen großen Wert legen. Sie müssen die Strähnen nur regelmäßig reinigen und vor der Wirkung der schädlichen Umweltfaktoren (Sonnenstrahlen, salziges Wasser und kalter Wind) schützen. Verwenden Sie Produkte, deren Konsistenz ziemlich leicht ist und keine komedogenen Substanzen enthält. Vermeiden Sie Silikone und andere Substanzen, die um das Haar eine fettige Schicht hinterlassen. In der Pflege verwenden Sie gesättigte Fettsäuren, also: Kokosöl, Palmöl, Shea Butter oder Kakao Butter.

HAARE MIT NORMALER POROSITÄT

Die Pflege solcher Haare sollte angemessen sein. Sie können die Kosmetikprodukte mit dichter oder leichter Formel verwenden. Vielleicht werden Sie zwei Arten von Ölen anwenden – ein Haaröl für Haare mit geringer Porosität für die Pflege des Ansatzes und ein Haaröl für Haare mit hoher Porosität für die Pflege der Haarspitzen (Sie können hier auch Silikone und Seide testen). Probieren Sie auch folgende Öle aus: Macadamiaöl, Sesamöl, Mandelöl, Olivenöl, Haselnussöl, Arganöl.

HAARE MIT HOHER POROSITÄT

Für die Pflege dieses Haartyps verwenden Sie Masken und Haarspülungen, die reich an nährenden und aktiven Substanzen sind. Die besten Kosmetikprodukte sollten nicht nur schnell ins Innere der Haare einziehen, aber auch einen schützenden Film hinterlassen. Für die Pflege der Haare mit hoher Porosität testen Sie diese Öle: Wallnussöl, Leinsamenöl, Sojaöl, Kürbiskernöl, Erdbeersamenöl, Hanföl, Weintraubenkernöl, Wassermelonenkernöl.

Woran erkennen Sie Porosität Ihrer Haare?

Es gibt eine einfache Methode. Nehmen Sie ein Glas Wasser und… ein paar Haare. Tauchen Sie sie ins Wasser ein und warten circa zehn Minuten. Wenn nach circa zwei oder drei Minuten die Haare auf den Boden fallen, haben Sie wahrscheinlich die Haare mit hoher Porosität. Die Haare mit geringer Porosität werden sich wenigstens fünf Minuten über Wasser halten. Bevor Sie jedoch dieses Experiment machen, waschen Sie gründlich den Kopf, um die Kosmetikreste zu entfernen. Die in Kosmetikprodukten enthaltenen Substanzen könnten das Einziehen des Wassers beeinträchtigen.

Gleichgewicht in der Haarpflege

Wenn Sie darauf einen großen Wert legen, dass Ihre Haare schön und gesund sein werden, müssen Sie ein Gleichgewicht zwischen Proteinen, Feuchthaltemitteln und Emolliens bewahren, die sich in den Kosmetikprodukten befinden.

Proteine sind Eiweißzellen in verschiedenen Größen. Die kleineren Moleküle ergänzen die Verluste in der Haarstruktur, und die größeren – bilden um das Haar eine schützende Schicht. Zu populärsten Proteinen gehören: Seide, Elastin, Keratin und Milch-, Soja- und Weizenproteine. Diese Substanzen werden ideal für die Pflege der Haare mit hoher Porosität. Sie sichern ihnen Geschmeidigkeit und Weichheit, beeinflussen auch Elastizität der Strähnen. Die Haare mit geringer Porosität reagieren auf Proteine eher sehr empfindlich – sie sind dann aufgebläht und elektrisch aufgeladen.

Feuchthaltemittel besitzen feuchtigkeitsspendende Wirkung. Zu dieser Gruppe gehören u. a. Glyzerin, Hyaluronsäure, Panthenol, Aloe, Honig, Harnstoff. Wenn Sie vorhaben, Feuchthaltemittel zu verwenden, müssen Sie sie mit Emolliens verbinden. Die feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften besitzen auch manche Proteine.

Emolliens hinterlassen einen schonenden Film, der dem Wasserverlust vorbeugt. Sie wirken auf ähnliche Weise wie Feuchthaltemittel. Emolliens glätten, schenken einen gesunden, natürlichen Glanz und erleichtern die Kämmbarkeit. Dazu gehören u. a. Pflanzenöle, Wachse, Paraffin und Silikone.